Pfrunger-Burgweiler Ried

Vergangenen Sonntag, den 15. November, auch im Pfrunger-Burgweiler Ried noch kein "Winterfeeling" in Sicht - Temperaturen im zweistelligen Bereich und Sonne pur - leider! Schon bei der Parkplatzsuche brauchte man Geduld und gute Nerven, denn die Massen waren mit "Kind, Hund und Kegel" unterwegs. Der größte Menschenauflauf war wie immer rund um den  Bannwaldturmturm zu beobachten, den wir schnellstmöglich hinter uns ließen. Spätnachmittags entspannte sich die Situation allmählich, allerdings wurde es nach dem Abtauchen der Sonne kurz vor 16.30h sehr schnell dunkel und ungemütlich ;-(

 

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Hohenkrähen, Mägdeberg und Hohentwiel

 

Über dem Bodensee und dem Hegau liegt an manchen Herbst- und Wintertagen eine dichte Nebeldecke, die sich erst spät nachmittags - mit viel Glück - auflöst.

Macht man sich dann die Mühe und klettert auf einen der Hegauberge, wird man oftmals mit Sonnenschein und einem atemberaubenden Blick auf das unten wallende Nebelmeer belohnt.

Diesen Herbst durfte ich das wunderschöne Naturschauspiel vom Hohenkrähen aus beobachten und fotografisch festhalten.

Ein auffrischender Wind sorgte für eine stetige Dynamik im Nebelmeer - glaubte man, der Nebel würde sich auflösen, kamen die nächsten Nebelschwaden, die die Hegauberge zeitweise gänzlich einhüllten.

Derzeit ist der Zustieg zum Gipfel leider - coronabedingt - nicht möglich!

Vom Hohenkrähen ging es auf Schusters Rappen weiter zum "Katzenbuckel", bzw. "Offerenbühl" und zum Mägdeberg.

Bei Sonnenschein und beinahe blauem Himmel gab es noch einen Abstecher zum Hohentwiel mit kleinem Rundweg - der Zustieg zur Burg ist auch hier derzeit nicht möglich!

 

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Das Hausener Aachried

 

Am Montag führte mich mein Weg von Beuren aus, an der renaturierten Aach entlang, ins "Hausener Aachried". Der anfänglich zähe Nebel löste sich nachmittags zunehmend auf und  die Sonne ließ sich blicken - wenn auch nur für kurze Zeit ;-)

 

Wissenswertes über das "Hausener Aachried":

 

Im Tal der Hegauer Aach sind zwischen Aachtopf und Mündung in den Untersee entlang des Flusses immer wieder große Feuchtgebiete aufgereiht, die eine ganz besondere Lebensraumvielfalt aufweisen.

Das "Hausener Aachried" am nördlichen Stadtrand von Singen ist solch ein wertvoller Landschaftsbereich. Es wurde im Jahre 1979 zum weiteren Erhalt der Feucht- und Streuwiesen mit einer Fläche von rund 50 ha als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

 

Der Naturschutzbund Mettnau weist dieses Gebiet als eine "Landschaft von besonderer Eigenart und Schönheit" aus. Hier findet man verschiedenste Lebensräume, welche unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten beheimaten. Vorhandene Lebensräume und Gebiete sind beispielsweise Röhricht, Streuwiesen, Gebüschzonen, flußbegleitende Gehölze und Gehölzinseln sowie Feuchtwiesen und Wirtschaftswiesen.

 

Die nur noch einmal jährlich gemähten Nass- und Feuchtwiesen stellen als Pfeifengras-Streuwiesen den magersten und artenreichsten Wiesentyp des Hausener Aachrieds dar.

Sie bieten Pflanzen wie Teufelsabbiss, Blutwurz, Fleischfarbenes Knabenkraut und Pfeifengras einen heute seltenen Lebensraum für ausnahmslos Arten, die speziell an Nährstoffarmut angepasst sind.
Auf den feuchten und mäßig nährstoffreichen Kohldistelwiesen und Silgenwiesen sind ebenfalls eine Reihe charakteristischer und bedrohter Pflanzen vertreten wie: Kuckuckslichtnelke, Kümmelsilge, Großer Wiesenknopf, Bachnelkenwurz, Sumpfdotterblume, Heil-Ziest,  Wiesenschaumkraut.

 

Die ausgedehnten Wiesenflächen dienen als Rast-, Überwinterungs-, Brut- und Nahrungsraum für Wiesenvögel wie:

Wachtel, Schwarz- und Braunkelchen, Kiebitz, Grauammer, die mittlerweile zu den meistbedrohten Tierartengruppen unserer Kulturlandschaften gehören.

 

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Ein Herbstnachmittag im Irndorfer Hardt

 

Vergangenen Samstag bei milden Temperaturen und Sonnenschein im Donautal, respektive Irndorfer Hardt gewesen. Leider hatten die Birken bereits größtenteils ihre Blätter verloren - wahrscheinlich waren erste Frostnächte dafür verantwortlich!

 

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"Weite Wiesen" - Wanderung im Pfrunger Burgweiler Ried

 

Das Pfrunger-Burgweiler Ried ist nach dem Federsee das zweitgrößte zusammenhängende Moorgebiet in Südwestdeutschland und zählt zu den großen Moorlandschaften von nationaler und internationaler Bedeutung. Es erstreckt sich über zehn Kilometer von Norden nach Süden und vier Kilometer von Westen nach Osten. Sein Kerngebiet besteht aus Hochmooren mit natürlichem Baumbestand, die mit artenreichen Niedermooren, ausgedehnten Schilfbeständen und feuchtgründigen Moorwäldern verzahnt sind. Diese besonderen Standortbedingungen bieten vielen Spezialisten, darunter gefährdeten Arten der Roten Liste, einen Lebensraum. Es war 2002-2015 Naturschutzgroßprojekt des Bundes.

 

Am Naturschutzzentrum Wilhelmsdorf beginnt der Rundwanderweg »Weite Wiesen« (12 km). Er führt durch den Eulenbruck, das ehemals mächtigste Hochmoor des Riedes, entlang der Ostrach und wieder zurück durch das Gebiet der Torfstichseen.

 

Und nachfolgend einige fotografische Einblicke der Wanderung:

 

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Ausflug zum Wildseemoor - Kaltenbronn im Nordschwarzwald

 

Der Kaltenbronn beherbergt eines der letzten intakten Hochmoorgebiete Mitteleuropas. Die Hochmoore um den Kaltenbronn - mit dem Wildseemoor und dem Holohsee und deren offenen Wasserflächen - bieten eine einzigartige, urwüchsige Landschaft. Die Wälder hier sind ein sehr sensibler Lebensraum für viele seltene Tiere und Pflanzen. Bereits im Jahr 1928 erhielt ein Teil des Wildseemoores einen Schutzstatus als „Banngebiet“.

 

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Ein Nachmittag Ende September im Schwenninger Moos

 

Das Schwenninger Moos ist ein Regenmoor auf der Baar bei Villingen-Schwenningen in Baden-Württemberg.

 

Das Moorgebiet ist drei Quadratkilometer groß, befindet sich 705 m ü. NHN und ist Naturschutzgebiet. Durch das Moor verläuft die Europäische Wasserscheide, die die Zuläufe von Rhein und Donau trennt: Im Moor ist der Ursprung des 362 Kilometer langen Neckars, der bei Mannheim in den Rhein mündet. Eine Kalkmergel-Quelle innerhalb des Moores könnte am ehesten als Neckarursprung bezeichnet werden, liegt aber in einem geschützten Gebiet und ist daher für Besucher nicht zu sehen. Außerdem ist das Moor Quellgebiet des Talbachs, der bei Marbach, einem Stadtbezirk Villingen-Schwenningens, in die Brigach, einen der beiden Quellflüsse der Donau, mündet.

 

Im Moor gibt es über 400 verschiedene Pflanzenarten. Darunter sind viele gefährdete Pflanzen.

 

Torfmoose sind die wichtigsten Pflanzen im Moor. Sie sind optimale Wasserspeicher, da sie kleine lebende Zellen besitzen die Photosynthese betreiben und große tote Zellen die Wasser speichern können. Das Sphagnum-Torf zum Beispiel kann ein Wassergehalt über 90 % enthalten. Durch diese Eigenschaft können sie den gesamten Wasserhaushalt des Moores regulieren. Torfmoose sind außerdem effektive Nährstoffsammler. Moose sind auf Regenwasser angewiesen, da sie keine Wurzeln besitzen. Das Moos bindet Nährstoffe an seine Zellwand und gibt während dessen Protonen ab, weshalb der Moorboden sauer wird.

 

Um das Kerngebiet des Schwenninger Mooses führt ein Wanderweg durch Fichten- und Birkenwald, von dem aus man teilweise auf die freie Moorfläche sehen kann. Über einen kurzen Steg kann man die sich regenerierende Vegetation des Moors aus der Nähe ansehen, ohne widerrechtlich das Moor zu betreten oder zu schädigen. Im Schwenninger Moos beginnt auch der Fernwanderweg Neckarweg, der dem Neckarlauf bis zur Mündung in Mannheim folgt. (Wikipedia)

 

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Morgens Mitte September in Bodman

 

Rußpartikel der Brände  an der amerikanischen Westküste sind um den Globus bis nach Deutschland gelangt und haben hierzulande den Himmel milchig erscheinen lassen. Kurioserweise sorgten die verheerenden Brände über Deutschland am vergangenen Wochenende - und dem darauffolgenden Montag - auch für besonders farbenprächtige Sonnenauf- und -untergänge.

 

Dies liegt an den ganz feinen Rußpartikeln in etwa zehn Kilometern Höhe, die von dem Rauch der Brände bis nach Europa gezogen sind“, erklärte ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes DWD in Offenbach am Mittwoch. Der Himmel habe an diesen Tagen milchig und gelblich gewirkt.

 

Mittlerweile gibt es diesen Effekt laut DWD nicht mehr, weil sich die Windverhältnisse geändert hätten und keine größeren Konzentrationen an Rußpartikeln mehr von Kalifornien nach Deutschland getrieben würden. Nach Auskunft des Copernicus-Atmosphärenüberwachungsdienstes wurden bei den Bränden 30,3 Megatonnen Kohlenstoff ausgestoßen.

 

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Ausflug ins Wurzacher Ried

 

Vergangenen Mittwoch bei extremer Föhnlage und Sturmböen von 60-70 km/h im Wurzacher Ried gewesen! Entspanntes Wandern geht anders ;-)))

 

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Ende August im Pfrunger-Burgweiler Ried

 

Vergangenen Sonntag - Gott sei Dank wieder bei moderaten Temperaturen - im Pfrunger-Burgweiler Ried gewandert.

 

Unser erstes Ziel war der Parkplatz beim Grenzsteinmuseum - von hier aus starteten wir die Bannwaldrunde (ca. 6,9 km).

Im Anschluss ging es weiter nach Wilhelmsdorf zum Naturschutzzentrum - hier folgten wir, teilweise auf Bohlenwegen, dem Riedlehrpfad Nr. 2 durch das Moor (4,0 km).

 

Mit dem Schlimmsten rechnend und deshalb gut mit "Autan" eingeduftet, musste ich zu meiner großen Erleichterung feststelllen, dass die "geflügelten Vampire" dieses Jahr wohl keine so guten Brutbedingungen gehabt hatten - zumindest wurden wir nicht zum Ziel schmerzhafter Blutsauger-Attacken ;-)))

 

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Der Donnerstagmorgen auf der Höri in Moos und Iznang

 

Nachdem am Mittwochabend ein kräftiger Gewitterschauer über die Höri hinweggezogen war, bestand die Hoffnung am darauffolgenden Morgen auf leichte Nebelbildung über dem Radolfzeller Aachried und dem See.

Gegen 5:30h in Moos angekommen, waren die Blässhühner, Enten und Rostgänse eher zu hören als zu sehen!

Nach einiger Zeit lichtete sich der Nebel zumindest soweit, dass man die Sonne langsam zu Gesicht bekam ;-)

Bei der Weiterfahrt nach Iznang musste ich feststellen, dass sich der Nebel nach kurzfristiger Aufhellung nochmals verdichtete.

 

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Tagesausflug zum Federsee nach Bad Buchau

 

Für alle, die den Federsee nicht kennen:

 

Der Federsee bei Bad Buchau in Oberschwaben (Landkreis Biberach) ist mit einer Fläche von 1,4 km² der zweitgrößte See in

Baden-Württemberg. Er liegt inmitten des mit 33 km² größten zusammenhängenden Moorgebietes Südwestdeutschlands und ist mit ihm der Rest eines einst sehr viel größeren, etwa 50 km² bedeckenden nacheiszeitlichen Sees. Dieser Komplex aus See und Moor stellt heute den Kern des geologischen Federseebeckens dar, das nach Renaturierungsmaßnahmen inzwischen mit seinen früheren Ufern und Inseln eine überragende natur- und kulturhistorische Bedeutung besitzt.

 

Als typischer Flachsee ist der Federsee Lebensraum für viele an warme, nährstoffreiche Gewässer angepasste Arten. Aufgrund seiner geringen Tiefe gelangt das Sonnenlicht bis auf den Boden, so dass sich eine üppige Wasservegetation entwickeln kann. Die Ufer sind durch Buchten reich gegliedert und daher begehrte Brutreviere für Vögel und Fische. Durch das Mosaik an verschiedensten, eng verzahnten Lebensräumen findet so eine Vielzahl an Tier- und Pflanzenarten geeignete Bedingungen am Federsee. (Genannt sind hier vor allem am oder im Wasser bzw. in Mooren oder entsprechenden Feuchtgebieten lebende Arten.)

 

Und hier noch einige wissenswerte Fakten über den Federseesteg:

 

Der Steg wurde erstmals im Jahr 1911 erbaut und seither vier Mal komplett erneuert. Die letzte Erneuerung fand 2010 und 2011 statt. Der Bau des Stegs kann nur im Winter bei strengem Frost erfolgen, da nur dann der ansonsten weiche Moorboden mit Baumaschinen befahrbar ist.

  • Länge: 1.486 m
  • Erbaut: Erstmals 1911, erneuert 1949,1961-65, 1983-85 und 2010/11

Materialbedarf:

  • 1.091 Eichenpfähle mit einer Länge von je 7-14 m
    (dies ergibt eine Strecke von 12km)
  • 475 m³ Eichenholz für Geländer, Belag, Schutzhütte und Aussichtsturm
  • 97.200 Edelstahlschrauben
  • 45.200 Edelstahlnägel

 

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Wanderung im Wurzacher Ried

 

Das Wurzacher Ried ist eines der größten Naturschutzgebiete und eines der bedeutendsten Moorgebiete Süddeutschlands. Von der EU wurde es als europäisches Vogelschutz- und FFH-Gebiet („Natura 2000“) mit einer Prämie ausgezeichnet. Das Moorgebiet liegt nördlich der Gemeinde Bad Wurzach in Baden Württemberg.

 

Die Moorfläche bildet ein sich von Nordost nach Südwest erstreckendes, unregelmäßiges Viereck von ungefähr 8 × 4 Kilometer, insgesamt ca. 18 km². Es lassen sich im Wesentlichen drei Abschnitte unterscheiden:

  • Der Großteil des „Haidgauer Rieds“ (auch Haidgauer Hochmoorschild genannt) und größtenteils auch das östliche, „Alberser Ried“ bilden den weithin noch unberührten Kernbereich des Hochmoors ( Regenmoor).
  • Die Fließ- und Grundgewässerbereiche bilden Niedermoorbereiche. Hier schlängeln sich die „Haidgauer Ach“, die „Dietmannser Ach“ und mehrere randständige Bäche als natürliche Bachläufe durch das Ried.
  • Der ca. 200 ha große, ehemalige Torfstichbereich, ein westlicher Ausläufer des Hochmoors, wurde zum Zweck der planvollen Renaturierung in den letzten 20 Jahren wieder vernässt, indem die Funktion der Trockenlegungskanäle aufgehoben wurde. Das „Dietmannser Ried“ im äußersten Nordosten, Wassergräben, Moortümpel, verlandende Torfstiche, Moorwälder, sowie die extensiv-landwirtschaftlich bewirtschafteten „Riedwiesen“ an allen Rändern sind die vom Menschen in den letzten 300 Jahren veränderten Landschaftselemente.

 

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Roter Mohn, blaue Phacelia und Co.

 

Phacelia ist eine Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse, welche im deutschsprachigen Raum auch als „Bienenweide“ oder „Büschelschön“ bekannt ist. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie hauptsächlich an Weg- und Straßenrändern sowie auf brachliegenden Äckern vorkommt. Da sie nicht winterhart ist, ist die Pflanze hierzulande einjährig und stellt deshalb als Neophyt keine Gefahr bzw. Konkurrenz für die einheimische Fauna dar.

 

Die zweite hervorstechende Eigenschaft von Phacelia ist ihre hervorragende Eignung als Bienenweide. Sie produziert so viel Nektar, dass jeder Hektar Fläche, welcher mit dieser Pflanze beschickt ist, pro Blühsaison bis zu 500 kg Honig hervorbringen kann. Die lange Blühzeit, bis zum Einsetzen von Frösten, trägt einen wesentlichen Teil zu dieser außergewöhnlichen Produktivität bei.

 

Doch auch für andere Insekten ist Phacelia sehr attraktiv, wovon indirekt auch das Wild profitiert. Insbesondere die Küken von Hühnervögeln wie Rebhühnern und Fasanen sind in den frühen Stadien ihres Lebens von tierischer Nahrung in der Form von Insektenlarven abhängig. Diese sind in der direkten Umgebung der „Bienenweide“ häufig zu finden. Die relativ hohe Wuchshöhe dieser Pflanze bietet darüber hinaus die für das Niederwild so wichtige Deckung.

 

Übrigens: Bei dem Versuch Hummeln an einer Phacelia-Blüte abzulichten, wurde mir die Herkunft der Redewendung "Hummeln im Hintern haben"  erst richtig bewusst und deutlich vor Augen geführt...kaum zu glauben wie flink die "dicken Dinger" von einer Blüte zur nächsten fliegen... ;-)

 

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Sibirische Schwertlilie und Kantenlauch

 

In den Feuchtwiesen des Naturschutzgebietes "Bodenseeufer" blühen derzeit die blauen Schwertlilien und der purpurfarbene Kantenlauch.

 

Sibirische Schwertlilien gelten in Baden-Württemberg als stark gefährdet und sind nach Bundesartenschutzverordnung geschützt. Außerhalb der großflächigen Schutzgebiete am Bodensee sind die Bestände besonders gefährdet, denn Entwässerung von Wiesen und Mooren, Aufgabe extensiver Landnutzungsformen sowie Straßen- und Siedlungsbau führten vielerorts zum Verschwinden der blauen Schwertlilie.

 

Der Kanten-Lauch gilt als Zeigerpflanze von wechselnden Grundwasserständen, da er während des Sommers eine zeitweilige Austrocknung seiner Standorte erträgt. Der Kanten-Lauch wächst in nassen Wiesen an Fluss- und Seeufern und in Binsenbeständen.

Der Kanten-Lauch kommt in Mittel- und Südeuropa bis Westsibirien vor, er fehlt auf den britischen Inseln sowie in Nordeuropa von Dänemark an. In Deutschland ist er verbreitet bis zerstreut zu finden, im Norden und Nordwesten fehlt er ganz.

Im gesamten Verbreitungsgebiet ist er insgesamt selten und gilt als gefährdet.

 

Zugegeben, es hat eine Weile gedauert, bis ich bei meiner Recherche die rotblühende Pflanze - die von der Blüte her, ein wenig dem Wiesenklee ähnelt - als "Kantenlauch"  identifizieren konnte... ;-)

  

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